Onlinekosten.de: Berlin, 29. Dezember 2003.
Von Peter Giesecke / afp
"Die Nordkoreaner werden die Inder von morgen", so der Berliner Unternehmer Jan Holtermann gegenüber dem Tagesspiegel. Seine Firma KCC Europe baut für Nordkorea einen Zugang zum Internet auf. Da ist Optimismus angesagt. Wie der Tagesspiegel weiter schreibt, soll Nordkorea nach dreijährigen Verhandlungen mit dem Exbankier Holtermann nun ab Januar einen Internetzugang bekommen. Holtermann glaubt, dass die Internetanbindung Nordkoreas gravierende Konsequenzen haben wird: Nordkoreas Computerfachleute könnten ihre Dienste für den Weltmarkt via Internet zu günstigen Tarifen anbieten. Einziges Manko: Sie müssen nur noch programmieren lernen. | | Ein weiterer Vorteil, so Holtermann, sei die Zeitverschiebung: Die Programmierer könnten in der Nacht arbeiten und am nächsten Morgen läge das Ergebnis in Deutschland auf dem Tisch. Aber das leisten indische Computerspezialisten auch jetzt schon. Glück für Holtermann: Er verdient nicht daran, wie gut die Nordkoreaner das Internet nutzen werden, sondern wohl nur am Aufbau der Leitung. Dann sind die Schäflein bereits im Trockenen. |